FAQ - häufig gestellte Fragen

Was ist Infrarot?

Jeder Körper, unabhängig von seiner Temperatur, gibt Energie in Form von Strahlung ab. Im technisch relevanten Sinn spricht man von Infrarot (kurz: IR), wenn die Temperatur des strahlenden Mediums zwischen ca. 100 und ca. 1.000°C liegt. Diese Energie ist Teil der elektromagnetischen Gesamtenergie die uns umgibt.

Was bewirkt Infrarot?

Trifft diese Infrarot-Strahlung, egal ob durch Vakuum oder durch gasgefüllte Räume hindurch, auf flüssige oder feste Materie, wird diese an der Materialoberfläche absorbiert und reflektiert. Es kommt in der Regel zur Erwärmung durch Schwingungsanregung aufgrund stoffspezifischer Absorption. Auch die Gasmoleküle zwischen Strahler und Zielobjekt erwärmen sich.

Wann ist Infrarot vorteilhaft?

Zum ersten ist der Einsatz von IR von Vorteil, wenn der Energiebedarf durch Konvektion nicht mehr im erforderlichen Zeitraum übertragen werden kann. Zum zweiten, wenn Techniken wie Mikrowelle, Hochfrequenz oder Elektronenstrahlern unerwünschte Bereiche im Zielobjekt erwärmen. Und zum dritten, wenn UV-Strahlung nicht verwertet werden kann (oder keinen „Resonanzpartner“ findet).

Was bedeutet kurz-, mittel- und langwelliges IR?

Hierzu gibt es keine eindeutigen Angaben in der Fachliteratur oder bei Strahlerherstellern. Kurzwellige IR-Strahler senden immer einen Anteil sichtbares Licht aus. Mittelwellige Strahler bleiben in der Regel bei ihrer „Kalt“-Färbung und strahlen bei einer Temperatur zwischen 200 und 600°C. Langwellige IR-Strahler, welche unterhalb 200°C liegen finden kaum Bedeutung bei industriellen Anwendungen.

Zu welchem Bereich zählen die IBT-Strahler?

Eindeutig zu den mittelwelligen (Dunkel-)Strahlern. Unser spezielles Infrarot STIR® liegt dabei in einem Bereich von 2-10 µm. (siehe Abbildung)

Haben mittelwellige Strahler „Tiefenwirkung“?

Nicht direkt. Dieser Wellenlängenbereich wird fast ausschließlich an der festen Teileoberfläche oder den darauf zu erwärmenden Beschichtungen absorbiert. Erst die Wärmeleitung von den erwärmten Grenzschichten in das Substratinnere führt zur Kernerwärmung.

Ist Infrarot-Technik energieeffizient?

Ja, um Strahler und Zielobjekte kann aus IR-reflektierenden Flächen mit geringem Wärmedämmaufwand, ein kleinstmöglicher Arbeitsraum ausgebildet werden. Alle Sekundärenergieformen aus der verbrauchten Primär-Elektroenergie sind nutzbar.

Ist Infrarot schädlich für den Menschen?

Nein. Elektrisches Infrarot wird seit langem zur Wärmetherapie eingesetzt. Als natürliche Infrarot-quellen gelten z. B. die Sonne und das Feuer. Der infrarote Anteil der Sonnenstrahlung, welche den Erdboden erreicht, beträgt knapp 50%. In Industrieanlagen dient der komplette Strahlungsschutz nach außen dem Betriebskostenvorteil, durch Nutzung im Strahlungsraum.

Was sind lohnende Anwendungen für IR?

Hierzu zählen alle Prozesse mit dem Zwang kontaktfreier Energiezufuhr. (Eine Heißluft-Konvektion kann auf der Oberfläche zu große Strömungskräfte ausüben.) Außerdem lohnend für alle Prozesse der Verdunstung und chemischen Vernetzung, vor allem bei mittelwelligen Strahlern im Bereich von 3-14 µm.

Welche Bedeutung hat der Abstand zwischen Strahler und Zielobjekt?

Durch die Ausstrahlung in den dreidimensionalen Raum, nimmt die im Ziel auftreffende Strahlungsdichte quadratisch ab. Seitliche „Verlust“-Strahlung muss also ins Zielgebiet zurück reflektiert oder durch fokussierende Reflektoren vermieden werden. Wasserdampf als guter Absorber sollte bei wässrigen Trocknungsaufgaben abgeführt werden.

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